Sonntag, 8. Mai 2011

Blaubeeren und Orangen





Kulturschock :)
Die Orangen sind sooo lecker und die Blaubeerpflanze lebt sich grad noch ein. Ist ein mittlerer Strauch und wohl etwas anders als die europäischen Heidelbeeren. Aber sie braucht auch ein gewisses Mass an Kälte. Wir hatten diese Woche auch schon 10 Grad morgens ;)

Samstag, 7. Mai 2011

Test


Wir sind doch lernfähig :o))

Tausend Dank an Sam ;)

Warum ich eigentlich hier sitze :

..weil wir draussen bei unserer Samstags-Wasch-und-Putz-Aktion
gestört wurden, denn die Wasserwerke haben (wiedermal) das Wasser
abgestellt.
Für drinnen gibt es hier grosse Wasserreservoirs, die auf den Speichern stehen.
Das ist kein Problem.
Aber die Waschmaschine und die Wasserhähne für Hof und Garten werden direkt
von der Strasse gespeist...nuja...
Ist eigentlich garnicht mehr sooo häufig, aber es nervt, wenn es am Wochenende passiert !

Photoshop in Hochkonjunktur


Ebendort gefunden
mit der Überschrift
"Bin Laden no MAR Morto"

"Bin Laden im Toten Meer"

anstatt "tot im Meer"...

Was man mit Photoshop etc.
alles machen kann...

Brasilianische Blogs..

Gefunden bei : http://esquerdopata.blogspot.com/
"Esquerda" heisst "links" und ist hier politisch zu verstehen
und "pata" ist die Endsilbe für jemand Krankhaften,
also in etwa "Krankhaft Links"..
Hat aber mit dem Video hier garnix zu tun,
das ist einfach nur GENIAL :))




Samstag, 23. April 2011

Primavera -Frühling




Bei um die 20 Grad und Regen ist es heut nachmittag zwar ungemütlicher, aber insgesamt haben wir noch nicht viel von Herbst etc. zu spüren bekommen und das finde ich absolut angenehm ;)

Wir haben dieses Jahr den Luxus von 4 Feiertagen, der 21. war "Tiradentes", zum Gedenken an einen Nationalhelden, der für die Unabhängigkeit Brasiliens von Portugal kämpfte und dafür umgebracht wurde.
Ostermontag ist hier kein Feiertag und Osterferien gibt es auch nicht.
Aber so 4 Tage am Stück frei tun einfach mal wieder gut !

Diese Fotos sind noch von unserm Deutschland-Besuch in 2009, Schloss Freudenberg.
Ich habe sie heute zum Entwickeln gebracht. Doch endlich.

Ja, was ist der Druck der Zeit ??
Machen wir ihn nicht selber ?

Vor ca. 2 Wochen habe ich meinen Antrag auf Einbürgerung abgegeben. Es waren über 20 Dokumente, die ich zusammengetragen habe, kopiert, beglaubigt, zum Teil überbeglaubigt und hier übersetzt...und zum Schluss noch einen niedlichen Sprachtest mit einem Text über die Hexe Brunevildis, die einen Frosch zum Prinzen machen wollte, was der aber garnicht wollte :)

Jetzt bin ich den Kram jedenfalls los, auch wenn die Bearbeitung evtl. lange dauern wird.

Warum das alles ?
Na, weil ich mich auf eine Stelle im öffentlichen Dienst bewerben möchte, und dazu muss man brasilianischer Nationalität sein..
Ich bin ja zäh und verfolge meine Ziele auch langfristig...

Irgendwann wird es dann soweit sein, dass ich wieder 6 (oder 8) Stunden arbeiten kann mit besserem Gehalt als jetzt auf alle Fälle. Das sind 3 Stunden weniger täglich als jetzt und die Mittagspause von 1 1/2 Std. ist ja auch "tote" Zeit, die ich eigentlich nur verliere..

Also werde ich mir schonmal Lernstoff besorgen für diese Prüfungen und langsam anfangen, zu lernen. Denn momentan kann mir noch keiner sagen, wann es den Concurso von der Stadtverwaltung geben wird. Vielleicht dieses Jahr, vielleicht auch erst nächstes.

Das Unglaubliche bei so wenig Freizeit ist ja nicht (nur), dass ich zu nichts komme in den paar Stunden abends, sondern dass ich auf die Dauer verlernt habe, abzuschalten und Dinge nur für mich zu tun oder auch zu lassen.
Das Dösen, das Sam so schön beschrieben hat, fehlt mir total !!
Immer ist irgendwas zu tun, zu organisieren, will einer was etc.
Und wenn ich dann mal wirklich Zeit habe, habe ich jetzt schon oft bemerkt, dass ich garkeine LUST mehr habe, z.B. Flöte zu spielen, zu lesen etc.

Wie gesagt, meine Arbeit macht mir Spass, aber die DOSIS ist zu hoch :)
Hat mir mein Labyrinth letzte Woche auch nochmal ganz deutlich gesagt...

Trotzdem oder grade deshalb

FROHE OSTERN ALLERSEITS !!!

Montag, 21. März 2011

Fahrrad-Aus-Flug

Gestern waren wir beide mit den Rädern unterwegs, nur mal kurz eine
Runde durch die Stadt zu drehen.
Auf dem Heimweg blockierte ganz plötzlich J.'s Vorderrad und er stürzte
mit dem Rad. Da ich direkt hinter ihm fuhr, konnte ich nicht mehr rechtzeitig bremsen
und fiel über ihn mit meinem Rad.
Zum Glück waren sofort Anwohner da, die mir halfen, ihn aufzusetzen
und einen Krankenwagen riefen. Die Familie war auch sofort da.
Er war auf die operierte Schulter gestürzt und hatte starke Schmerzen.
Das Team vom Krankenwagen war super und hat uns gut in ein
ambulantes Behandlungszentrum der Stadt (PAC) gebracht. Die Röntgenaufnahme zeigte,
dass das Schlüsselbein gebrochen ist. Er bekam vor Ort eine Schmerzspritze
und ein anderer Krankenwagen fuhr uns in's naheliegende Unikrankenhaus.
Dort forderte der Arzt noch weitere Röntgenaufnahmen, kam aber danach zum
Glück zum Ergebnis, dass der Thorax o.k. ist und J. wenigstens keine Rippe
gebrochen hat. Wir wurden an den Orthopäden weiterverwiesen, der uns nach einer
kurzen Weile, in der auch die Verwandtschaft wieder dazukam, aufrief.
Die Clavicula muss operiert werden, aber gestern nachmittag war der OP-Plan
schon voll. Also musste J. interniert werden. Im Flur, da kein Zimmer frei war.
Keine tollen Aussichten. Also rief ich meinen Chef an, ob er nicht etwas für uns tun könne.
Er wollte seinen Kollegen anrufen.
Heute morgen hat J. Bescheid bekommen, dass er morgen nachmittag operiert wird.
Zwei Tage auf einem Krankenhausflur werden ihm ziemlich lang werden...

Was uns aber sehr geholfen hat, war eine Sozialarbeiterin, die J. erklärt hat,
dass er, obwohl er in den 2 Monaten jetzt noch keinen Beitrag zur Rentenversicherung geleistet hat, doch durch seine Arbeit bei der Post ein Anrecht auf Krankengeld hat.

Ich muss sagen, dass ich mich wirklich nicht über das öffentliche Gesundheitssystem
beklagen kann. Es ging alles sehr zügig und wir wurden freundlich und kompetent
versorgt. Der Sturz war um 11 Uhr und um 16 Uhr war J. schon stationär aufgenommen.
Das einzige Manko ist wirklich der Platz auf dem Flur. Denn wäre er in einem Zimmer, wäre es auch nicht soo schlimm, 2 Tage zu warten..
Eine private OP würde ca. 5000 Reais kosten.
Und ob der Arzt dann schneller einen OP-Termin hätte, ist auch noch die Frage.
Die Behandlung, hat uns so, wie gesagt, NICHTS gekostet !

Das war mir ein AHA-Erlebnis bei all' den Unkenrufen zum schlechten Zustand
des öffentlichen Gesundheitswesens -SUS- Sistema único de saúde- (d.h., für ALLE, die keine Krankenkasse haben. Und die, die eine haben, dürfen es auch nutzen !).
Man hat ja richtig Angst und Horror vor einem öffentlichen Krankenhaus..
O.k., es war auch alles andere von bequem, Privatsphäre kann man vergessen.
Aber es FUNKTIONIERT.

Bemerkenswert vielleicht noch, dass ich dieses, mein Alurad, zwar seit mehreren Jahren fahre.
Hier in Brasilien recht selten.
Aber dass ich noch nicht warm mit ihm geworden bin bis heute und mich nicht total sicher fühle.
Vorher hatte ich in D ein grad neu ausgekommenes Rad mit 7-Gang Nabenschaltung, urwüchsig,
Rücktrittbremse, unkompliziert, ich habe es geliebt !
Mein jetziges ist zwar schick und leicht (Gottseidank !), aber mit der Gangschaltung und den
Vorderbremsem ohne Rücktritt, furchtbar dünne Reifen und Pfürz, des mag isch nett und ich bilde mir ein, dass mir der Sturz so mit ner Rücktrittbremse auch nicht passiert wäre...

Manchmal brauchen wir anscheinend solche Stürze in die Realität, um mit ganz einfachen
Menschen Unseresgleichen auf einem Krankenhausflur auf die OP zu warten, zu witzeln,
sich wieder aufzubauen, zu helfen.
Es gibt ja seit Jahrzehnten diese TUCUM-Ringe aus schwarzem Holz als Symbol
der Solidarität mit den Armen.
Brauchen wir nicht mehr.
Wir sind angekommen.
Und die Angst ist weg.

Montag, 14. März 2011

Sie leuchtet Glück...und Hoffnung...für Japan...


...diese wunderschöne Bambuslampe
von Gabriela !!!
Ich hoffe, dass dort, wo sie wohnt, auch
bald wieder Normalität einkehrt nach dem
Hochwasser.
Und, dass Japan sich langsam organisieren kann,
ohne Epidemien und weiterem Unglück...
Mithilfe der ganzen Welt...

Sonntag, 6. März 2011

Miss Sophie...




...
hat sich gut eingelebt und erfreut uns fast täglich mit frischem Brot.
Roggenmischbrot mit Schmalz und Essig (so richtig schön säuerlich), Rosinenbrot, Weizenvollkornbrot oder andere herkömmliche Sorten.
Wobei es mir eher um die Brotsorten geht, die ich hier nicht kaufen kann.
Ich denke, die Anschaffung hat sich gelohnt :)
Und mittlerweile habe ich den Ablauf der Vorbereitung und Einstellung fast schon automatisch drin, sodass es wirklich flott geht. Rührkuchen mag ich allerdings nicht von ihr gemacht ! Der wird nicht richtig locker. Das schafft die einfache Rührschaufel dann doch nicht so gut wie ein Rührgerät. Und der geht ja auch ohne Automat flott..

Sonntag, 27. Februar 2011

Im Übrigen..

...heisst Singen auf Portugiesisch CANTAR, gell Cantharis ;) !

Und ich höre Hermann's singende Stimme im Ohr,
wenn ich seine Texte lese ;)
Ich liebe es, wenn Holländer Deutsch sprechen !

Ausserdem bin ich ganz hin und weg von
"Shakespeare in Love" gestern....seufz...

Hermann - Singen

bei
http://www.hermanvanveen.com/Herman-van-Veen/de-DE/weblog.aspx

Singen


Im Mittelalter dachte man,

dass Vögel sängen, um Gott zu lobpreisen.

Dies galt vor allem für die Feldlerchen,

die ja noch dazu hoch in den Himmel aufstiegen.


Aloëtte, voghel clein

Dyn nature es zoete ende rein

So es dyn edel sanc

Daer dienstu met den Here allein

Te love om sinen danc.


Später herrschte dann die Meinung,

dass die Vögel sängen,

um den Menschen zu behagen.

Das Singen der Vögel

würde also keinem anderen Ziel dienen,

als dem menschlichen Ohr zu schmeicheln.

Heute wissen wir es besser.


Vögel singen, um ihr Territorium

gegenüber Artgenossen zu verteidigen.

Man könnte also sagen,

das Singen der Vögel

ist eine Art Vocalgefecht.

Sie wettern gegen die Nachbarn,

um zu überleben.


Es wird auch gesungen,

um zu verführen.

Der sogenannte Vocalflirt.

Die Nachtigall singt sich einen Mann herbei.

Pures Überleben.


Es gibt auch Liebesflüsterer unter den Vögeln.

Ein zarter Gesang, von einem Zweig aus,

nahe dem Strauch, von dem er weiß,

dass sie da im Geäst sitzt,

um sich zu erfreuen.


Unser Gesang ist im Wesentlichen nicht viel anders.

Auch wir singen, um zu überleben,

realisiere ich,

während ich zum Gemüsegarten hinter unserem Haus schaue.

Kein einziger Vogel wagt es,

in unsere Küche zu fliegen,

während ich beim Abwasch singe.


Hermann van Veen, 21.02.2011

Montag, 21. Februar 2011

Cantharis

hat mich wiedermal gerettet :
Hab ich Deppin doch das heisse Bügeleisen mit dem kleinen
Finger schön fest umklammert, damit ich schnell noch Staub
davon abwischen konnte : auuuuu,
Kehrtwende, Cantharis C 30 aus meinem Kleiderschrank
eingeworfen, kalt Wasser und aus dem Gefrierschrank einen
Kühlakku geholt zum Kühlen.
Das über 2 Stunden so beibehalten, Finger auf Kühlakku,
alle halbe Stunde 2 Kügelchen und ab und an ein Teil bügeln ;)
Daneben habe ich noch mit meinen Eltern über skype geklönt.
Der Finger tat zwar etwas weh, war aber zu ertragen.
Nach abends und heute Morgen noch einer Dosis konnte ich dann
ohne Probleme Motorradfahren (mit der linken Hand kuppelt man dauernd
ein und aus), dann im Krankenhaus die OP instrumentieren, den Finger krümmen
und das bisschen Blase, was heut morgen noch da war,
hat sich jetzt fast absorbiert.
WAHNSINN !
Und da gibt es noch Leute, die sagen,
dass Homöpathie nicht "funktioniere"...
selbst dran blöd !

Mittwoch, 9. Februar 2011

Samstag, 5. Februar 2011

Ich will Katzenkinder..


irgendwie ist es bei uns zuhause
katzenmässig recht langweilig geworden,
seit der Kater Mestre Graça (rechts im Bild) ausgezogen ist
und Mutter Rosa und Tochter Rosinha nicht mehr
da sind. Beide wurden vergiftet.
Nur Cora (Coralina, links im Bild) ist uns erhalten geblieben.
Da setzen wir doch einfach mal mit der Dreimonatsspritze aus und warten ab ;)

Dienstag, 1. Februar 2011

Primavera -Frühling


Na, immerhin ist in gleich Lichtmess !


Hier regnet es täglich nachmittags, mal mehr, mal weniger,
wer da feuchte Wohnungen hat, hat ganz schöne Probleme..

Die haben wir glücklicherweise nicht, trotzdem hat's
auf dem Speicher einen Sack mit Stofftieren erwischt,
der Schimmel

die liebsten Kuscheltiere sind aber noch zu retten
und meine 35 Jahre alte Puppe muss nicht wirklich
für die Nachwelt erhalten bleiben ;)





Freitag, 21. Januar 2011

Die Zeit...

...ist unser Spiegel, oder nicht ?

Sie rennt, wenn wir rennen, ohne anzuhalten.

Sie bleibt stehn, wenn WIR stehen bleiben.

Also hören wir auf damit, uns über sie zu beklagen :)

Sagt eine, die überrascht ist, dass
der erste Monat des neuen Jahres schon fast rum ist...

Freitag, 14. Januar 2011

Die seltsamen Abenteuer des Herman van Veen

http://www.youtube.com/watch?v=m7mCDrErbcE&feature=related

Erinnert Ihr Euch ?

Ich werde sie mir in Ruhe runterladen und ALLE ansehn,
denn ich habe nur noch ganz, ganz dunkle Erinnerungen daran.
Ich glaube, wir hatten grad den ersten Fernseher gekauft ;)

Sonntag, 9. Januar 2011

Als Konsumenten

Als Konsumenten

Als Konsumenten betrachten wir
die Hungernden in der Tagesschau
bewusst
immer gleichgültiger

Unsere Empfindsamkeit
meinetwegen Gewissen
ist herabgesetzt auf ein Niveau
bei dem wir damit kein Problem mehr haben

Möchten Sie noch Tee

Wenn Sie uns also fragen
ob es uns etwas kostet
Millionen Menschen durch Hunger
umkommen
zu lassen

Ohne Zucker

Dann ist die Antwort
es kostet uns
unsere Empfindsamkeit
was Sie sagen

Milch


-Hermann van Veen-(1987)